Jihad Absurdo
September 25th, 2006 by Schaedel
Die strenge “kein Spaß” Politik fängt natürlich schon mit der Grafik an: Texturen sollen möglichst matschig und braun sein, die Anzahl der Animationsphasen die Zahl drei nicht übersteigen und alle Bauten mit Bildern von CNN verziehrt werden. Bei der Beleuchtung der Szenarien mussten sich die Entwickler etwas zurückhalten, denn das ist Teufelszeug. Sie wurde also komplett weggelassen. Nachfolgend eine Szene aus einem dunklen Gang in einem der Gebäude, in denen sich Ungläubige verstecken.

Man erkennt immerhin die Lebensanzeige.
Um endgültig sicherzustellen, dass Quest4Bush keinerlei Spaß macht, wurde sichergestellt, dass das Spielprinzip so primitiv wie möglich ist. Dazu waren nur einige wenige aber wirkungsvolle Maßnahmen nötig: die gegnerischen Soldaten laufen ohne Sinn und Verstand auf einen zu und ballern und hüpfen und ballern und hüpfen oder bleiben an irgendwelchen Kanten hängen oder ballern und hüpfen und bleiben in unbeleuchteten Gängen an Kanten hängen. Nichts ist unmöglich!
Als letzter Faktor, der das Spielerlebnis so unbefriedigend wie möglich machen soll, dient der Soundtrack. Es wurde extra für das Spiel ein staatlich geprüfter islamistischer Extremist engagiert, der für jedes Level ein paar dufte Extremistengesänge aufgenommen hat. Islamic Beatbox sozusagen. Wer das länger als fünf Minuten aushält, sollte demnächst seinen HNO Arzt aufsuchen.
