Archive for the 'Absurdes' Category

Truckers Delight - Sex, Gewalt und brillante Grafik

November 18th, 2009 by Schaedel


Falls irgendwer von euch da draußen in einer Parallelwelt leben sollte, in der es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass man pro Tag nur ein Youtube Video anschauen darf, dann muss (muss!) es heute Truckers Delight von Flair sein.
Alternativlink für solche, die Vimeo lieber mögen.

Hier kann man sich im übrigen noch mehr von Flair anhören (Vorsicht, Myspace!)

Gefunden bei Reddit.

Kulturkampf: Progamer vs. Antigamer

Oktober 19th, 2008 by Don Rosa

vs.

Gleich wer gewinnt: wir verlieren. (Ja, die Links sind alt. Egal.) These: Der Themenkomplex Videospiele wird mittlerweile von schwachsinnigen und verblödeten Akteuren mit Bedeutungen überlagert; Songs, Videos, Blogs, Magazine, Comics, Fernsehsendungen, Vlogs, Podcasts schreiben reden singen brüllen zeigen kritzeln interpretieren Videospiele aus wie eine Zitrone; irgendwann gibt’s keine vernünftige Beziehung mehr zum Thema und alles ist nur noch Parodie, Bullshit oder Gelaber. Frage: sind wir schon soweit? Oder nur auf dem besten Weg?

Fragt lieber nicht…

August 11th, 2008 by Schaedel

Lustige Sackgasse

Mai 19th, 2008 by jetsetradio

Gestern in Condemned 2: ich biege um eine Ecke und sehe einen Typen hinter einem Müllcontainer. Gleich hin da, auf ihn eingedroschen. Der junge Mann wehrt sich und kloppt mich in den Container. Mit letzter Kraft schaffe ich es ihn, aus der Tonne heraus, auszuschalten. Doch wie komme ich da wieder raus? Ist das der erste Endboss oder einfach nur eine Sackgasse? Ich drücke alle Knöpfe und muss feststellen, dass die Entwickler keine Sprungtaste eingebaut haben. Gefangen im Container. Spielstand neu geladen.

Blöd gelaufen. Aber irgendwie auch lustig.

“I’m trapped here. And I’m alone.”

Januar 7th, 2008 by Don Rosa

This is the true story of Billy.

Klar kann man an Animal Crossing, dem spielerischen Gegenstück eines verfaulenzten Sonntags, seinen Spaß haben. Wer bei Harvest Moon den Punkt erreicht, das Spiel mehr zu arbeiten als zu spielen, kann auf Animal Crossing zurückgreifen - nach dem Aufstehen erst mal ein paar Orangen und Äpfel pflücken und Briefe lesen und beantworten, vormittags zum Angeln an den Strand. Mittags dann dem neuen Nachbarn einen Besuch abstatten, nachmittags vielleicht durch den Wald spazieren und ein paar seltene Insekten fangen, und abends das Feuerwerk in der Stadt genießen. In Animal Crossing gibt es keinen Stress, nie.

Monday I spent lazily catching bugs.
Tuesday I… don’t remember…

Dann aber: die ganze Stadt ist von einer massiven Felswand eingeschlossen. Die Stadttore öffnen sich nie, kein Zug trifft je ein oder fährt wieder ab. Man kann nicht raus. Stattdessen geht man immer wieder die selben acht mal acht Felder ab, auf den immer selben Wegen mit den immer selben Gesichtern und selben Aufgaben… wer Animal Crossing spielt, kann auch das Gefühl der Klaustrophobie kennen.

Oder der Langeweile, aber der bohrenden, nervtötenden, zermarternden… der schlimmsten Art.

Oder aber: das Gefühl nackter Panik, an den Wahnsinn grenzend. Chewbot aus den Something Awful-Foren erzählt die wahre Geschichte eines kleinen Jungens, Billy, der die Fassade seines Sommercamps durchstößt und ins Herz der Dunkelheit vordringt.

I slept like poo poo, bolting up in bed at the slightest sound. I had hazy dreams about a legion of half-animal, half-man shadows busting through my door in the middle of the night and doing unspeakable things.

Tritt man einen Schritt zurück, dann ist Chewbots Story eine Fanfiction unter vielen. Animal Crossing mit einer Digicam abzufotografieren und mit einer Geschichte zu versehen, die auf die Absurditäten des Spiels eingeht, ist nicht neu. Comics zu Animal Crossing, die auf die ein oder andere Art in Gewalt ausufern, auch nicht.

Chewbots „The Terrible Secret Of Animal Crossing“ ist aber mehr als eine (großartig erzählte) Geschichte unter vielen. Er tut es nicht nur für die lulz. Langsam, aber unerbittlich reißt er uns in einen Strudel aus Wahnsinn und Gewalt, der an Battle Royale erinnert und an Apocalypse Now. Chewbot erzählt seine Geschichte in der einzig angemessenen Form: als düsteren, gnadenlosen, ironiefreien Noir. Und das mit einer bemerkenswerten Meisterschaft, die beweist, das dass er seinen Hammett und Chandler, Huston, Hitchcock und Preminger kennt.

Das ist das eigentlich Bemerkenswerte an „The Terrible Secret Of Animal Crossing“. Chewbot kombiniert klassische Erzählelemente aus Hardboiled-Krimis und Noir-Filmen mit Versatzstücken aus der Horrorliteratur – erzählt sie aber in einem Forum, mit unscharf geknipsten Digicam-Fotos, Screenshots, Fan-Illustrationen, einem Flash-Film und einer Leser-Abstimmung über den Fortgang der Geschichte. Und das Ganze funktioniert. Es funktioniert fantastisch.

Es ist ein schönes Beispiel dafür, was die Videospielkultur als soziales Phänomen möglich macht – zum Beispiel Erzählstrukturen, die mehr Kreativität erlauben, aber vor allem eines brauchen: Fantasie. Vom Autor ebenso wie von uns als Leser. Mal im Ernst: Animal Crossing ist ein Spiel für Grundschulkinder, allenfalls ein besseres Tamagotchi. Aber man kann es auch nutzen, um eine Geschichte zu erzählen, die so tragisch ist wie einfallsreich und gekonnt. Und man kann sie so lesen.

Auf einmal geht alles. Ist das nicht schön?

Link: Chewbot - „The Terrible Secret Of Animal Crossing” (aus den Something Awful Forums)

Meet the Vii

Oktober 17th, 2007 by Schaedel

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Hut ab vor der Chuzpe, mit der irgendeine chinesische Firma, deren Namen ich nicht weiß und auch im Internet gerade nicht rausfinde, die Wii “covert”.

Wenn man die Vii direkt neben eine Wii stellt, wird aber schnell klar: Während die Wii ein wertiges, schönes Stück Hardware ist, wirkt die Vii, wie ein zusammengeschustertes Stück Dreck! Noch nichtmal ne Lüfteröffnung hat das Teil!
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Trotzdem hier noch ein paar Videos zu der traumhaften Spitzenkonsole. Und hier noch mehr Bilder.

Wenn ich mal groß und stark bin, importier ich mir so ein Ding, das steht schonmal fest!

Pokemon & Cosplay = Hardcore

April 25th, 2007 by Schaedel

Ja verdammich noch eins! Cosplay ist, davon bin ich nun fest überzeugt, nur was für ganz harte:
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Dieser Team Rocket-Fan hat sich so zum Launch des neusten Pokemon-Spiels blicken lassen.

Dabei fällt mir ein, dass vor einer Weile in meiner Stadt eine Cosplay-Convention stattgefunden hat. Einige Tage danach konnte man dann im örtlichen Schmierenblatt von aufgebrachten Nachbarn des Veranstaltungsortes lesen, die sich darüber aufgeregt hatten, dass ein Sephiroth oder Chun-Li oder Wasauchimmer in ihren Vorgarten geschissen hätte.

Bild gefunden bei Digg.

~ Lieber Matti… ~

März 17th, 2007 by Don Rosa

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Du betreibst seit ewig und drei Tagen eine Internetseite über deinen Videospielladen, Comet Games in Berlin. Seit ebenso langer Zeit scheinst du nicht mehr an ihrer Konzeption und Gestaltung gearbeitet zu haben. Sie ist kein Online-Shop und kein Blog, sondern ein grotesk altertümliches Ungetüm, zusammengehalten aus primitivem HTML und unzähligen GIFs (im Jahr 2007!) und einem Design aus einem der Vorhöfe der Hölle. Vermutlich dem, in dem all die Dadaisten residieren.

Du hörst dir sicherlich viel Spott darüber an, manchmal reagierst du auch auf ihn; und du kannst es wohl nicht nur besser, du willst es auch nicht. Lange Zeit habe ich ebenso lange darauf reagiert, wie die meisten anderen, mit Hohn und Belustigung. Aber nur, weil ich nicht wohin wusste mit meiner Irritation. Was zum Henker soll das ganze eigentlich? Geht das im Jahr 2007? Darfst du das? Wieso machst du das? GIFs? GIFs ffs?
Liest tatsächlich noch gerne wer diese Art von Eloquenz, die mit Albernheiten, Absurditäten und Aufzählungen aufgeladen ist, auf die du pausenlos zurückgreifst? Kannst du all diese verklabusterten Lebensphilosophie-Sprüchlein ernst meinen? Überhaupt, du meinst das alles tatsächlich ernst, ohne eine Spur von Ironie? Nackter Wahnsinn.

Ich konnte das einfach nicht begreifen. Du bist ein Störelement im Web 2.0, ein Anachronismus wie jemand, der heute noch Zylinder und Gamaschen trägt. Aber ich habe mir vorgenommen, meine spontane Abneigung, die aus meiner Irritation entstand, zu begraben. Ich brauche dich nämlich als Korrektiv, als Inside Scoop und als Panoptikum.

Der Kniff an der Sache ist: du meinst das nicht nur ernst wie jemand, der über eine etwaige Wirkung reflektiert und sich vornimmt, etwas ernst gemeint darzustellen. Es ist keine willentliche Entscheidung, sondern eine natürliche. Und damit entziehst du dich allen Maßstäben an Kritik, die ich zuvor mal angelegt hatte. Du stehst da ganz offiziell drüber, kudos. Und ein gezogener Hut obendrein dafür, dass mir nach jeder Lektüre der Kopf wieder ein wenig geradegerückt ist, weil ich nicht ständig die Augen nach noch und noch einer Meta-Ebene und klammheimlich verbauten Popreferenzen offen halten muss.

Zwotens lese ich einige Kategorien mehr, andere weniger gerne. Deine Gedichte mag ich nicht lesen, der Gerätesalat ist hirnrissig, die Berichte über deinen Gesundheitszustand (… Darmvorsorge wtf?) finde ich schon arg privat. Aber ich liebe den Einblick hinter die Kulissen der deutschen Videospiel-Landschaft - wie der Großhandel funktioniert, wie der Konkurrenzkampf etwa zu MediaMarkt und Saturn abläuft, welche Spiele tatsächlich wie laufen. Dass World of Warcraft single-handedly wohl fast alle Einzelhändler vor ein schweres Problem gestellt hat, dadurch, dass alle Welt nur noch dieses eine Spiel spielt und weiter nichts will? Faszinierend. Und wie der Kampf um deinen Laden mit dem Hausbesitzer und dem Plus-Filialisten ablief, ist wohl ein Paradestück für die aktuellen Schwierigkeiten im deutschen Einzelhandel.

Aber am liebsten habe ich deine Seite der Anekdoten wegen. Schließlich betreibst du den Laden in einer anscheinend eher schäbigen Ecke Berlins, und die Freak-Gravitation der Gegend muss größer gleich der Abstoßung sein. Hunde, sogar Leute, die deinen Laden anpinkeln? Fragwürdigste Angebote zum Ankauf? Diebe, Idioten, Ignoranten? Bodenlos dumme Käufer (”Die merkwürdigste Comet-Kunden-Frage/Festellung der Woche”, beste Kategorie; “… und meine Antwort, die so leider nie meinen Mund verlassen durfte”, eine der schlechtesten)? Bevor wir YouTube und Upps hatten und damit Videos von Skatern, die sich die cojones zermalmen und von Affen, die im Kreis rennen und von bizarren Sportunfällen, haben wir sowas gelesen. Jahre her. Old-School.

Ich werde dich und deine Seite nie restlos raffen. Dafür bist du zu obskur, lieber Matti. Aber ich habe eine Approximation gefunden, mit der ich zumindest soweit besser damit leben kann, dass ich endlich zu einer Feststellung gelangen konnte:

Chapeau.

Ich erweise dir meinen Respekt, wie viel dieser auch Wert sein mag. Du bist ein Original und nicht mit den Kategorien zu fassen, die ich in der Regel anlege, und verdienst damit meine Ehrerbietung. Zwar bleibst du mir sicher auf ewig auch etwas gruslig, aber das ist okay, damit kann ich leben.

Viel Glück noch mit deinem Laden, sollte ich wieder mal nach Berlin kommen, schaue ich rein. Bis die Tage!

Dein Don

KF wünscht Euch ein frohes Weihnachtsfest

Dezember 24th, 2006 by ThreeDude

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Über die Feiertage könnt Ihr Euch ja ausgiebig mit obigem Punkte-Verbindungs-Rätsel auseinandersetzen. Oder ein bisschen Zelda spielen. Oder 42 Spieleklassiker für den DS, das ist nämlich auch sehr gut.

Jihad Absurdo

September 25th, 2006 by Schaedel

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Auch wir Selbstmordattentäter haben schon mal bock auf ein zünftiges Videospiel. Das macht nicht nur den Ungläubigen im Westen Spaß.

Heute: Quest4Bush

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Es ist euch ja sicherlich bekannt, dass Krieg keine sonderlich spaßige Angelegenheit ist. Wir radikalen Islamisten wissen das natürlich und haben uns deshalb einen Ego Shooter ausgedacht, der garantiert keinem Schwein Spaß macht. Für das authentische Kriegsfeeling und so.

Lest weiter im zweiten Teil dieses Textes.

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