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Das zweite Zelda innerhalb von zwei Jahren für den DS (Twilight Princess mitgerechnet, sogar das dritte in drei Jahren insgesamt) - allein dafür muss ich an dieser Stelle mal meinen Respekt loswerden. Und das, obwohl ich sowohl zu Twilight Princess, als auch zu Phantom Hourglass ein eher gespaltenes Verhältnis habe. Trotzdem: Ein neues Zelda! Yeah!

Aus Boot mach Zug
Ein Blick auf die Verpackung reicht aus: Link hat in Spirit Tracks kein Boot mehr, sondern ist auf eine Lokomotive umgestiegen.
Ein Blick auf diesen Satz wird aber auch ausreichen, um klar zu machen, dass sich die Lok prinzipiell genauso steuert, wie das Boot. Einziger Unterschied: Die Routen gehen nicht mehr kreuz und quer übers Wasser, sondern man zeichnet sie eben auf Gleisen ein. Ansonsten ist aber der grundsätzliche Spielablauf so, wie man es von Phantom Hourglass her kennt: Um weitere Gebiete zu erschließen, muss man nach jedem Dungeon in einen Turm, um sich dort mit Phantomen rumzuärgern. Was mich auch gleich an den Punkt bringt, wieso ich mit Phantom Hourglass ein so gespaltenes Verhältnis habe. Aber dazu fange ich besser einen neuen Absatz an.
Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen
Die Abschnitte mit den Phantomen - der Schmerz im Arsch von Phantom Hourglass. Wo ich jetzt schon zweimal von einem gespaltenen Verhältnis zu Phantom Hourglass gesprochen habe, möchte ich doch mal klarstellen: Es handelt sich um ein ganz grandioses Spiel! Die Steuerung per Touchscreen ist phantastisch, die Grafik (für DS-Verhältnisse) großartig und das ganze Setting im Windwaker Stil hat bei mir sowieso einen Stein im Brett. Nur diese ewig gleichen, nach jedem Dungeon anstehenden und unter Zeitlimit zu absolvierenden Besuche im Phantom-Verließ! Ahhr!
Töpfchen: Die Phantome sind auch dieses mal wieder dabei. Aber: Man muss bereits geschaffte Abschnitte nicht bei jedem Besuch wieder hinter sich bringen und es gibt kein Zeitlimit mehr. Besser noch: Die Abschnitte spielen sich jetzt eher wie Zugaben des jeweils davor
geschafften Dungeons. Wenn man also den Bumerang erhalten hat, dann braucht man ihn auch anschließend im Phantomturm. Abseits davon wurde scheinbar jedes Element aus Phantom Hourglass einer strengen Prüfung unterzogen und in aufgemotzter Form in Spirit Tracks eingebaut. Das fängt mit simplen Dingen wie dem Purzelbaum an (Man muss jetzt keine Kringel mehr zeichnen, sondern zweimal auf den Screen tippen), geht über die wesentlich sinnvoller und spaßiger in den Spielablauf eingebauten Schätze (die nicht nur dazu da sind, wenn man mal Rubine braucht) und endet nicht zuletzt bei den zahlreichen kurzweiligen Nebenbeschäftigungen (Leute und Material in der Gegend rumkutschieren, sowie einiges an versteckten Örtlichkeiten, Minispielen und anderer Sammelaufgaben entdecken).
All aboard the Fun-Train (With Guns)
Gerade hab ich den vorherigen Abschnitt nochmal gelesen und stelle fest, das ich mich anhöre, als hätte ich das für ein Spieleheft geschrieben. Oh Gott, sorry! Also, um mal ganz deutlich zu werden: Ich liebe dieses Spiel! Hier noch ein Ausrufezeichen:!
Vergesst das ganze aufgeblasene Gewäsch von oben. Spirit Tracks ist das Zelda, auf das ich seit Windwaker gewartet habe! Alle Element des Spiel greifen wunderbar ineinander, Sidequests, Dungeons, das interessanter gestaltete umherreisen in der Spielwelt. Vergesst auch sinnlose Quests, wie das sammeln der 60 Geisterseelen von Twilight Princess, deren Belohnung (Rubine) sowieso nichts bringt oder die im Vergleich zu Spirit Tracks geradezu leere Welt von Phantom Hourglass. In jeder Ortschaft gibt es mindestens zwei bis drei Dinge zu erledigen und von diesen Ortschaften gibt es eine ganze Menge. Ich weiß es ist ein abgelutschter Satz, aber: Wieso lest ihr noch? Kauft dieses Spiel! Nein, Moment - kauft mehrere und schenkt euren Kindern, Geschwistern und Freunden mit DS auch gleich eines. Und wenn ihr dann gerade dabei seid, verbrennt auch gleich den ganzen anderen Ponyhof-, Minispiel und Detektiv-Mist, den sie höchstwahrscheinlich besitzen und zwingt sie mit vorgehaltener Waffe, dass sie verdammt nochmal ebenfalls in ihren Twitter-, Facebook- und Myspace-Accounts die frohe Botschaft verbreiten sollen: Dass dieses Spiel all dem unerträglichen Scheißdreck, der die DS-Regale im Elektrodiscounter um die Ecke zur Wall of Shame verkommen lässt, vorzuziehen ist. Denn wir reden hier von einem Spiel mit Charakter, einem liebevoll gestalteten Meisterwerk, wie es - Wii-Fit, Dummeslizenzspiel 5 und Billigesremake XY sei dank - immer seltener erscheint und dann oft auch noch fürchterlich floppt. Tingle´s Rosy Rupeeland sei hier als ein Beispiel genannt (Und ich floppe hier ebenfalls, denn das Review zu diesem Spiel schimmelt seit Monaten in einer dunklen Ecke als Draft irgendwo in Kantenflimmernland - Buhhh!), GTA - Chinatown Wars als ein anderes.
Okay, okay, eine Sache fällt mir gerade noch ein, die man ins Kröpfchen werfen könnte: Die Hintergrundstory. Irgendwelche Götter haben den Dämonenkönig in den Turm gesperrt und die Gleise haben auch was damit zu tun, genaues weiß ich aber nicht, denn ich bete keine Gleise legenden Götter an, weswegen ich den Blödsinn auch nur am Rande wahrgenommen habe. Das Spiel macht es einem aber auch sehr leicht, die Story zu ignorieren. Man erfährt am Anfang, wer der Böse ist und hat dann größtenteils Ruhe und kann sich den kleinen, wesentlich unterhaltsameren Begebenheiten in den verschiedenen Ortschaften widmen. Wenn ichs mir genauer überlege ist das eigentlich auch ein Fall fürs Töpfchen, denn die aufgeblasene Story von Twilight Princess fand ich reichlich daneben und dämlich (Wie viele Götter gibts eigentlich in Hyrule?!) und ich bin ganz froh, dass Nintendo hier wieder etliche Gänge zurückgeschaltet hat.
Fazit
Whatever. Kauft das jetzt! Definitiv das beste Handheld Zelda und zusammen mit Ocarina of Time
(bzw. dem ultraluxeriösen Remake Twilight Princess) ohne Zweifel das vollständigste und ausgereifteste Zelda aller Zeiten.
10/10
“Die Geschichte des Game Boy zeigt, dass die Leute gern verschiedene Versionen eines portablen Spielsystems desselben Herstellers besitzen. Sie schätzen es, dass sie zwischen so vielen Varianten wählen können, abhängig davon wann und wo sie spielen. Einige wollen vielleicht zu Hause lieber SP spielen, während sie den Micro mit sich herumtragen, um auf Reisen dasselbe Spiel weiterzuzocken. Wir hoffen, dass die Leute in verschiedenen Alltagssituationen auf verschiedene GBA-Systeme zurückgreifen werden.“
- Kenichi Sugino [Edge Magazin (deutsche Ausgabe), 12-2005, S. 62]
Ob der Chef-Produktentwickler von Nintendo das ernst gemeint hat? Wahrscheinlich schon, anders kann man die Entstehung des Game Boy micro zumindest kaum erklären. Der Game Boy Advance verkaufte sich zwar schon Abermillionen Mal; aber gegen Ende 2005, als mit dem Game Boy micro die siebte und letzte Generation des Erfolgshandhelds auf den Markt kam, wanderte sein schon im Jahr zuvor erschienener Nachfolger im Geiste millionenfach über die Ladentheken. In dem Monat, in dem der Game Boy micro in Japan erschien, begleitet von einer schicken Final Fantasy IV-Sonderedition, verkauften sich auch immerhin 200′000 Exemplare des Geräts. Aber im selben Monat wurden 240′000 Nintendo DS abgesetzt.

Es wurde auch nicht viel besser, als der micro weltweit veröffentlicht wurde. Wären zum Weihnachtsgeschäft des Folgejahres nicht ein paar sure-fire hits Kaliber Pokemon und Final Fantasy veröffentlicht worden, hätte der Kleine nicht mal seinen ersten Geburtstag überlebt. So wurden es knapp 18 Monate, die man wahlweise als Ehrenrunde einer altgedienten Konsolenreihe deuten kann – oder aber als Symptome, wie grundlegend Nintendo Teile des Marktes missverstand; diejenigen, die man erreichen wollte, aber nicht konnte, und umgekehrt.
Da der Konzern aber mit Wii und DS die quasi zwangszuerstehenden Volksempfänger des 21. Jahrhunderts im Programm hat, scherte er sich nicht darum. Der household name Game Boy (na, wessen PSP wird nicht auch so genannt von Mama und Papa?), durch dessen konstanten Erfolg Nintendo überhaupt erst groß werden konnte, siechte in den Grabbelkisten der Welt seinem unrühmlichen Ende entgegen.
Es gab eigentlich auch keine wirklich überzeugenden Argumente, einen micro zu kaufen. Der Game Boy Advance konnte mit GBA-, GBC- und GB-Modulen gefüttert werden, ebenso der Game Boy Advance SP; auf ihm konnte man die Spiele darüber hinaus auch auf dem Display erkennen. Der micro aber konnte nur GBA-Spiele, und das wiederum konnte der Nintendo DS – quasi als Gimmick – auch.
Beide Geräte wollten neue Märkte bedienen; der DS hatte den Vorteil, dass sein Markt in realiter existierte, und Kenichi Sugino wohl der einzige Mensch auf der Welt ist, der einen GBm für die U-Bahn hat, einen GBA für den Lokus, und einen GBA SP für die wilden Nachtstunden. So bleiben unter dem Strich 2,5 Millionen verkaufte Einheiten des Game Boy micro. Eine halbe Million weniger als der N-Gage.

Schade nur, dass der micro als Stammhalter der Last Great Console wohl der beste Handheld ist, den Nintendo – anscheinend komplett im Blindflug - jemals produziert hat.
Die Advance-Plattform transplantierte das 2D-Gaming der SNES-Ära aus der kollektiven Kindheit noch ein letztes Mal in die Moderne. Klar konnte man auch Post-Y2K noch den Super Nintendo an den Fernseher anstöpseln, aber er gehörte einfach nicht mehr in diese Zeit. (Die Virtual Console auf der Wii ist eher ein museales Skurrilitätenkabinett für die jüngere Generation…) Fehlt nicht viel zur langsam ergrauenden Generation über uns, die auf der Suche nach der eigenen Jugend olle Kamellen ausgräbt und dabei gar nicht merkt, wie lächerlich sie sich dabei manchmal macht.
Aber auf dem GBA fühlte sich die Art von Spielen absolut richtig an, und man durfte 2003 legitimerweise noch 1993 sein lassen. Super Mario World: Modul einmal durchgepustet, dann gleich zum gelben Schalterpalast, durch die ersten Welten pflügen, das erste Schloss… die Handgriffe saßen wie damals. Viele SNES-Legenden wurden für die Advance-Handhelds portiert oder bekamen Nachfolger.
So ganz ohne eskapistische Verklärung oder hoffnungslose Nostalgie konnte man sich die eigene Kindheit in die Tasche stecken und mitnehmen. Noch besser: auch die Neuentwicklungen waren großartig. Wären Golden Sun, Advance Wars oder Castlevania: Harmony of Dissonance in den 90ern erschienen, hätten ihre Namen heute dieselbe Aura wie Chrono Trigger oder F-Zero.
Mit dem sehr soliden GBA SP, spätestens aber mit dem raffinierten micro wurde die technische Plattform perfektioniert. Sogar das Display konnte man schrumpfen, ohne dass es wirklich stört, so scharf und hell und brillant leuchtet es. Wertig fühlt sich das Metallgehäuse an, präzise gehen die Tasten, in der Hand liegt der micro gut. Sein Akku hält ewig und drei Tage.
Er ist die perfekt verschlankte, auf ihre Aufgaben maßgeschneiderte 2D-Maschine und ein Handheld, der on the go funktioniert wie kein anderer. Die modernen Handhelds der 2000er Jahre haben den sprühenden Charme klinisch steriler zahnärztlicher Instrumente oder sind unterwegs so praktisch zu handhaben wie ein Kind mit ADHS.
Der Game Boy micro hingegen: er passt. Er hat alles, was man für einen Handheld braucht, die Technik, die Größe und die Spiele; aber keiner braucht mehr einen micro. Der Advance-Markt ist mittlerweile so tot wie Thomas Gottschalk, und 2005 war er es im Grunde genommen auch, hätte Nintendo die Herz-Lungen-Maschine Pokemon nicht noch nicht abklemmen wollen.
(Die GBA-Zeit davor war eine Art kleine Renaissance des unkomplizierten SNES-2D. Spielen durfte noch einmal ganz einfach sein und keine von Blogs zeranalysierte, mit Metaphern und popkulturellen Referenzen überlagerte, durchprofessionalisierte Schreibvorlage für die zynische Hardcore-Gemeinde im Internet, oder eine möglichst effiziente Abfütterungsinstitution und Meterware für die zu unterhaltenden casual gamer-Horden. Es musste nichts weiter, als eine halbe Stunde auf einem Provinzbahnhof überbrücken, und nicht über Steuerungsinnovationen neue Käuferschichten angraben oder als Vehikel für die drückende technische Überlegenheit fungieren.)
Ich spiele keine Konsole so oft wie den micro, und da ich noch lange nicht alle Spiele auf meiner Liste besorgt habe, werde ich das auch noch lange machen. Nur, mittlerweile ist das auch nichts mehr als nostalgisches Wühlen in der Vergangenheit, über das man längere, verquastete Blog-Einträge tippt und mit grundsätzlichen Bedeutungen belegt, die es früher nicht hatte. Ein bisschen macht man sich lächerlich, und es ist ja nicht so, als ob man nicht schon die ersten grauen Haare aus dem Bart zupfen musste… schade drum. ‘t was fun while it lasted.
(gut erhaltene Exemplare des micro gibt es bei eBay für rund 30 Ecus; Bildquelle)
Ich hatte eben eigentlich vor, mich lang und breit darüber aufzuregen, wie sehr mich die ganze Ponyhof-Spiele für DS und Wii nerven, wie sehr es mir auf den Sack geht, dass man auf der deutschen Nintendowifi-Seite nach wie vor die scheiß Fehlercodes nicht nachschlagen kann, die einem entgegenlächeln, wenn die Verbindung DS/Router oder Wii/Router aus heiterm Himmel abbricht und überhaupt, dass besagte Seite offenbar gar nicht mehr gepflegt wird. Das wär dann ein langer genervter Artikel geworden, für den ich ziemlich lang zum tippen gebraucht hätte und den am Ende kaum jemand bis zum Schluss liest. Der einzige Pluspunkt: Meine ganz persönliche Erleichterung darüber, dass ichs mir mal von der Seele schreiben durfte.
Aber dann fiel mir ein kleines Detail auf, das mir dann doch wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte (Wow, bei solchen Sätzen sollte ich ernsthaft eine Karriere als Schmusheftchen-Autor ins Auge fassen) und langwieriges tippen unnötig macht.
All hail the mighty TallMario:
Wer schonmal auf Nintendowifi.com war, kennt bestimmt die kleinen Satistikkästchen, deren Inhalt sich total dramatisch jedesmal neu aufbaut, wenn man die Seite ansurft. Hier mal ein Screenshot:

Das bekommt zu sehen, wer auf den “Gaminghub” klickt. Toll oder? Statistiken, wer grade bei Mariokart DS richtig gut dabei ist. Tallmario ist mein Held! Hier noch ein Screenshot:

Huh!? Das ist ja genau das gleiche? Respekt! Tallmario ist wohl ähnlich scharf auf die Spitzenposition, wie Xbox360-Zocker auf einen guten Gamerscore. Und die anderen Jungs auch. Sprechen die sich ab? Schauen wir noch einen Screenshot an:

Örgs, die fünf zocken derartig oft Tony Hawks?! Was zum Henker…? Und wieder alles gleich: Reihenfolge und Anzahl der Spiele. Haben die Jungs eine art Tick? Müssen die bei allen Spielen immer die Top 5 bilden und ordnen den Rest ihres Lebens diesem einen Ziel unter? Schauen jeden Morgen die Rangliste an und spielen dann genau soviele Matches, bis die Statistik wieder genauso ist? Mh…

Die wahre Antwort ist so öde wie traurig (für Nintendo): Da ist auf jeder Seite einfach nur die gleiche blöde Flashanimation, die seit Jahr und Tag so tut, als könnte man auf dieser Seite tatsächlich irgendwelche interessanten Statistiken oder gar “Interaktion” finden. Oh Yeah Nintendo, das schafft Kundenbindung! Wo ist das Problem, irgendeinen unterbezahlten Praktikanten diese Seite mal vernünftig überarbeiten zu lassen? Es scheint zumindest grundsätzlich möglich zu sein, aus diesem ganzen Freundescodeswirrwarr ganze Ligen und Statistiken zu zaubern.
Ohne Scheiß jetzt, ich kanns kaum erwarten, bis ich endlich diesen braunen Kasten, der im letzten Jahrhundert wohl mal als Fernsehapparat verkauft wurde, gegen einen vernünftigen Plasma oder LCD-Fernseher eintauschen kann. Und dann natürlich noch ein paar Mark für eine Konsole übrig habe, die so unnützen Kram bietet wie Demos, Shops mit günstigen Downloads und brauchbaren Spielen, die man wirklich und ohne generve online zocken kann.
Und wo es keine Ponyhof-Spiele gibt.
Ich bin noch nie in England Auto gefahren. Oder in Japan. Oder in Australien. Oder Südafrika. Oder wo man halt sonst noch so links fährt. Ich wüsste also gar nicht, wie ich damit klar käme, plötzlich seitenverkehrt fahren zu müssen. Man hört da ja die verschiedensten Meinungen. Der eine findets nur “etwas gewöhnungsbedürftig”, ne andere hat damit gar keine Probleme, wieder ein anderer traut sichs erst gar nicht.
Gestern Abend nun habe ich die perfekte Möglichkeit gefunden, wie man seine Fähigkeiten zum plötzlichen “andersrum fahren” testen kann. Was braucht man dazu? Eine Wii und Twilight Princess einmal in der Wii-Version und einmal die für den Gamecube.
(Dass ich Twilight Princess zweimal habe ist schnell erklärt: Das für den Gamecube hab ich mir direkt im November letzten Jahres gekauft. Das für die Wii hab ich zur Wii dazubekommen, die ich einem Freund abgekauft habe, weswegen auch diverse Spielstände auf der Wii sind. Gespielt hab ich das für die Wii aber nie, weil ich zu dem Zeitpunkt schon lange aufm Gamecube durch war und das Wii-Zelda in meinem ganzen Ramsch unterging und in irgendeiner Kiste Winterschlaf gehalten hat.)
Ich gebe den Test jetzt mal an meinem Beispiel wieder: Ich persönlich habe Twilight Princess auf dem Gamecube gespielt. Als mir gestern dann per Zufall die Wii-Fassung in die Hände fiel, dachte ich mir so, dass ich mir ja mal etwas Zeit beim Angeln vertreiben könnte. Angeln mit der Wiimote ist bestimmt witziger als mit dem Joypad. Gedacht, getan. Mein Weg sollte mich also zum Angelteich führen. Der liegt am Oberlauf des Hyrulesees, da wo man auch die Bootsfahrt machen kann. Das waren - und ich übertreibe hier nicht - die letzten klaren Gedanken für etwa 20 Minuten, die ich fassen konnte. Denn anstatt mich ganz smooth da hin zu warpen und die Angel zu schwingen, lande ich hinter dem Dorf Kakariko bei den Goronen. Ich mein, wer liest schon immer den Namen des Ortes an den man sich warpen will, immerhin spiele ich das Spiel ja prinzipell nicht das erste mal. Ja Scheiße, da stand ich nun im Gebirge rum. Mein erster unklarer Gedanke: “Wusste gar nicht mehr, dass ein Gorone vorm Angelteich rumsteht”. Nach kurzem rumgeeiere entschließe ich mich, die Karte aufzurufen. Obwohl ich irgendwie nicht so recht finde was ich suche, denke ich nicht den einzig richtigen klaren Gedanken. Wie auch immer, ich warpe mich zur großen Ebene unterhalb der Stadt, um dann halt zu Fuß zu gehen. Dachte ich. Doch anstatt auf der großen Ebene, lande ich in der Kakariko-Ebene. Und anstatt Richtung See, latsche ich direkt wieder Richtung Dorf. Erst als ich im Dorf stehe und mir schon wieder ein Gorone begegnet, fängt es an zu dämmern. Da war doch was. War es nicht so, dass Twilight Princess zwar grundsätzlich gleich ist, egal ob auf Gamecube oder Wii, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied?
PLONK! Natürlich! Die beiden Spiele haben zwar die exakt gleiche Spielwelt, nur jeweils genau seitenverkehrt. Was bei dem einen links gelegen ist, ist bei dem anderen rechts und umgekehrt. Ahrg! Hier stand ich nun mitten in einem meiner ganz persönlichen Lieblingsspiele aller Zeiten und irrte umher wie ein Alzheimerpatient. Nach einem weiteren Blick auf die Karte die Erleichterung und ich stehe einen Warp später vorm Angelteich. Dort stelle ich fest, dass das Angeln mit der Wiimote genauso langweilig ist wie mit Joypad und schalte die Wii aus.
Aber warum, verdammt noch eins, ist das überhaupt so? Ich habe davon schon gelesen aber wieder vollkommen vergessen. Link ist eigentlich ein Linkshänder. Nur für die Wii wurde er zum Rechtshänder erklärt, damit die Steuerung besser zur Wiimote passt.
Und was ziehe ich jetzt so für mich ganz persönlich aus dieser kleinen Geschichte? Ich werde wohl nie in Großbritannien, Japan, Australien oder Südafrika Auto fahren, denn ich kann nicht ausschließen, dass ich dann viele unschuldige Menschen und Tiere totfahre.
Tja, und so kam es, dass ich gestern auf meinem Sofa mit einer Wiimote in der Hand vielen Menschen und Tieren das Leben gerettet habe. Gern geschehen!
Vergesst meine Kritik von neulich am neuen Wii-Wettbewerbskanal. Vergesst sie einfach! Ich war noch nicht bereit, die ganze Kraft des Kanals zu erkennen. Die ganze Kraft als unglaublich mächtiger Mii-Army-Generator! Seht selbst:
Klar, dass die Adolf Hitler Armee als eine der ersten die Kampfbereitschaft signalisiert hat. “Schuster bleib bei deinen Leisten”, hat er sich wohl gedacht.

Als genauso gestörter und erfolgloser Diktator darf natürlich auch Darth Vader nicht fehlen. Leider ohne Todesstern, der passt nicht auf den internen Wii-Speicher.

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Schmeißt eure Wiis an, es gibt was zum ruterladen!
Seit einer Weile als Gerücht im Netz, seit heute tatsächlich erhältlich: Der Mii-Wettbewerbskanal.

Wie den Opera-Browser und den Meinungkanal kann man den Wettbewerbskanal im Shop unter “Software” finden und herunterladen - kostenlos.
Kurz zusammengefasst: Man kann eigene Miis hochladen und andere Miis anschauen und als “mag ich” kennzeichnen. Des weiteren gibt es verschiedene Wettbewerbe, zu denen man Miis einreichen kann. Klingt also wie eine Mii-Version von Ratemypoo? Fast! Denn der Nintendoteufel steckt mal wieder in diversen Details.
Detail 1: Man kann zwar jegliches Mii hochladen und so anderen Nutzern zeigen, der Spitzname, welchen man dem Mii gegeben hat, muss aber Zuhause bleiben. Stattdessen darf man jedem Mii ein höchstens zweistelliges Kürzel geben. Aus meinem Lieblingsmii “Don Müller” wurde “D.M.” Wenn nun ein anderer Nutzer meinen “Don Müller” schön findet - was gar nicht anders geht, denn “Don Müller” ist das schönste Mii der Welt - und ihn gerne in seine eigene Lobby übertragen will, dann wird mein “Don Müller” nicht “Don Müller” heißen, sondern er wird aufgefordert ihm einen eigenen Namen zu geben. Buh!
Detail 2: Ich kann meine eigenen -hochgeladenen- Miis nicht im Wettbewerbskanal sehen!
Detail 3: Ähnlich wie im Meinungskanal muss man sich ständig durch die gleichen Texttafeln klicken.
Detail 4: Die Sammlung an Adolf Hitler Miis ist bereits jetzt so beachtlich, dass ich davon abgesehen habe mein eigenes Adolf Hitler Mii hochzuladen.
Detail 5: Das gleiche gilt für Charlie Brown Miis.
Detail 6: Bislang ist es mir noch völlig unklar, wie die Wettbewerbe funktionieren. Zwar kann man ein Mii in den “Mario ohne Mütze” Wettbewerb einreichen, allerdings keine eingereichten Miis anschauen und bewerten.
Ansonsten: Wie bei eigentlich allen Onlineanwendungen von Nintendo, hat man auch hier keine Möglichkeit mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten. Nintendos Paranoia im Bezug auf ihre eigene Kundschaft scheint sehr ausgeprägt. Wo liegt der Witz in einem Bewertungskanal, wenn ich noch nichteinmal auf einen Blick nachschauen kann, ob einer meiner Kontakte auch irgendwelche Miis rumschwirren hat? Oder wie lange ist es lustig das 50. Mii mit dem Kürzel I.H., B.B. oder A.H. zu bewerten? Was bringt eine Suchfunktion, mit der man zwar nach einzelnen Miis suchen kann, dieses aber nur anhand einer langen Freundescode-mäßigen Nummer, die man nicht per Copy/Paste in das Suchformular einfügen kann?
Der Wettbewerbskanal ist genau wie der Meinungskanal für etwa fünf Minuten interessant, dann kann man sich ein Gähnen schwer verkneifen. Wenn Nintendo nicht ein paar Veränderungen vornimmt und mehr Personalisierung und Kontaktmöglichkeiten zulässt, sehe ich auch keinen Grund wieso man sich länger damit beschäftigen sollte. Eine lebendige Wii-Onlinecommunity wird Nintendo so auf alle Fälle nicht auf die Beine stellen!

Okay, kurz zu den Fakten Gerüchten, die sich bei PlanetDS per JeuxFrance finden lassen:
- Die Kampfgrafiken sehen stark verändert aus.
Wichtigkeit: Niedrig, da sie sowieso nach kurzem Sattsehen stören und dann ausgeschaltet werden.
Continue reading ‘Ein bisschen Hype muss sein: Advance Wars DS 2′

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Der Wii-Zapper wird scheinbar zusammen mit einer Pfeil und Bogen Minispielschießerei (bzw. ner Armbrustschießerei) aus dem Zelda-Universum verkauft. Für 20 Dollar (Bei uns dann wohl 20 Euro).
Das passt einerseits in Nintendos derzeitige Strategie, hauptsächlich Spiele für den hohlen Zahn zu veröffentlichen, lässt bei mir aber andererseits auch die Frage entstehen, wie die darauf kommen, einen Controlleraufsatz, der wie eine Maschienenpistole in der Hand liegt, mit einem Bogengeschieße zu bundlen? Erscheint sowas den Entwicklern bei Nintendo logisch? Oder hatten die noch irgendwo nicht genutzten Programmcode von Twilight Princess übrig und wollten den nicht verkommen lassen? Oder wäre Nintendo ein zweites Duck Hunting zu prekär? Oder fällt denen momentan einfach nichts besseres ein? Ich zitiere aus der Pressemeldung:
Link’s Crossbow Training drops players into a world in the style of The Legend of Zelda®: Twilight Princess. Players assume the identity of hero Link, who progresses through a series of tests to perfect his crossbow marksmanship. Start with stationary bull’s-eyes and graduate to moving targets before defending Link against all kinds of enemies.
Nicht, dass ich jetzt besonders heiß auf den Zapper bin aber “yet another Minispielesammlung™” wäre wirklich nicht nötig gewesen. Schon gar nicht mit meinem Lieblingshelden Link als Aufhänger.
Bildquelle

“There is nothing quite as beautiful as cash”
Läuft gut derzeit für Nintendo. Verdreifachen ihren Gewinn mal eben, während die Playstation 3 Sony schwer aufs Gemüt schlagen dürfte. Und auch Microsoft ist schätzungsweise noch weit davon entfernt, Gewinn mit der Xbox360 zu machen.
“Now the Deutschmark’s getting dearer”
Bald wird meine Mutter wackelig auf einem Wii-Balance-Board stehen, meine Oma an ihre tägliche Tablettenration vom DS erinnert und mein Nachbar kocht seiner neuen Flamme eine Paella aus dem digitalen DS-Kochbuch. Meine Freundin löst wie verrückt Sudoku-Rätsel und trainiert ihr Hirn mithilfe von Doktor Kackaschima.
Ach ja und der Krawattentyp neulich in der Bahn neben mir, hat sich per DS und Brain Academy wahrscheinlich auf sein nächstes Meeting vorbereitet. Soll ja angeblich helfen.
“Ninety thousand pounds in my pyjamas”
Nintendo verkauft gerade ihren Kram an alle möglichen Zielgruppen. Alte, junge, Manager, sportlich begeisterte, Nichtspieler und “frühere Nichtspieler - jetzt aber wieder Spieler”.
Nur nicht an mich!
Als “Hardcore Spieler” (unglaublich dummer Begriff übrigens - irgendwelche Alternativen auf Lager?) ist es derzeit quasi unmöglich, echte Begeisterung für das aufzubringen, was mir Nintendo so vorsetzt. Beim Anblick dessen, was die nächsten Monate an Veröffentlichungen ansteht, weiß ich, wie man sich als Minderheit fühlt. Da ist absolut NICHTS brauchbares dabei! Zumindest für einen wie mich (Der einmal Gehrnjogging witzig findet, zweimal gerade noch erträglich, beim dritten mal allerdings den Brechreiz unterdrücken muss und spätestens dann etwas braucht, in dem man entweder schießen oder hüpfen oder Erfahrungspunkte verteilen darf). Denn die Xte Bowling und Poker Umsetzung wird bestimmt den Horst von nebenan freuen. Und die Big Brain Academy verkauft sich sicherlich auch wieder hundertausendfach. Und das Wii-Fit Ding erst. Weihnachten ist geritzt!
“And my dollar bills would buy the Brooklyn Bridge”
Die langjährigen, regelmäßigen Spieler werden die Verlierer von Nintendos neuer Marktführerschaft (an der ich persönlich nicht im geringsten zweifele) sein. Wenn sich relativ günstig zu produzierende Software wie Gehirnjogging weiterhin so formidabel verkauft, dann werden Freunde von tiefgründigeren und aufwändigen Spielen zur Minderheit degradiert. Und ein paar große Spiele pro Jahr (Metroid Prime 3, Mario Galaxy) verkommen zum Feigenblatt eines Unternehmens, das zwar viele neue Zielgruppen erschließt, alte aber nicht mitnimmt. Aus kaufmännischer Sicht wohl verständlich - aus Sicht von jemandem, der von Game Boy und Konsorten sozialisiert wurde, ists allerdings eine Entäuschung.
PS: Was macht eigentlich Nibris? Und Capucine? Und Pollen Sonata? Passt einfach nicht ins Gelddruckergeschäft, son Indie-Krempel. Mh, Nintendo?
Money Money Money (Monty Phython)
Letztes Jahr auf der E3. Nintendo zeigt neben der Wii auch diverses Zubehör. Unter anderem auch ein Aufsatz mit dem sich Nunchuck und Wiimote in einen hübschen Zapper verwandeln lassen:

Dieses Jahr auf der E3. Nintendo zeigt neben Mario-Kart Wii auch diverses Zubehör. Wieder ist ein Aufsatz dabei, mit dem man Nunchuck und Wiimote in einen Zapper verwandeln kann:
Ich stelle mir nun die Frage: WTF?!