Archive for the 'Nostalgisches' Category

Mehr skurriles (und nostalgisches) aus den Neunzigern

September 2nd, 2009 by Schaedel

Während ich mir beim durchblättern der ganzen alten Magazine mehr als einmal ein Tränchen der Nostalgie wegwischen muss, so kommt es auch mal vor, dass mir die Augen aus ganz anderen Gründen tränen:

Humans (PC Player 3/93)

Hier kann nur eine Menge Gras oder der Wunsch, dem Chef eins auszuwischen Grund gewesen sein, dieses Monster an Hässlichkeit auf die Öffentlichkeit los zu lassen! Ein Meisterwerk des hässlichen und für mich ein Grund Mirage (Jep, das sind genau die, die so manchem mit ihrem “Meisterwerk” Rise of the Robots 130 Mark aus der Tasche gezogen haben) doch irgendwie cool zu finden.

In der ständig wachsenden Sammlung von lustigen, hässlichen oder ganz einfach nur die Vergangenheit einfangenden Werbeanzeigen aus den Neunzigern (plus ein paar von 2001) findet ihr noch eine ganze Menge mehr neues Altes zum anschauen:

Game Genie (Total! 11/93) Booster Boy (Total! 11/93) Mindscape (Diverses) (Total! 11/93) Super Advantage (Total! 11/93) Pop´n TwinBee (Total! 11/93) Smuggler's Run 2 (Players 12/2001) Tony Hawk's Pro Skater 3 (Players 12/2001) Mx2002 (Players 12/2001) MxRider (Players 12/2001) Lucas Arts (Diverse) (PC Player 3/93) Ultima Underworld 2 (PC Player 3/93) Creepers (PC Player 3/93) Humans (PC Player 3/93) Eishockey-Manager (PC Player 3/93) Dune 2 - Battle for Arrakis (PC Player 3/93) Wario Blast (Man!ac 2/95) Pitfall - The Mayan Adventure (Man!ac 2/95) Nigel Mansell's World Championship Racing (Man!ac 2/95) Earthworm Jim (Man!ac 2/95) Probotector (Man!ac 2/95) Tetris & Dr Mario (Man!ac 2/95) Hugo (Video Games 12/94) Action Replay MK 2 (Video Games 12/94) Game Saver (Video Games (12/94) Vortex (Video Games (12/94) Sony (Diverse Sportspiele) 2 (Video Games 12/94) Sony (Diverse Sportspiele) (Video Games 12/94) Mickey Mania (Video Games 12/94) Sega (Diverses) (Video Games 12/94) Space Invaders (Video Games 12/94) Super Street Fighter 2 (Video Games 12/94) Action Replay 2 (Video Games 9/94) Maximum Carnage (Video Games 9/94) Mortal Kombat 2 (Video Games 9/94) Konami (Diverse Sportspiele) (Video Games 5/94) Zool (Video Games 5/94) Plok (Video Games 5/94) Pac Man (Video Games 7/94) Mega Man X (Video Games 6/94) Super Mario Land 3 - Wario Land (Video Games 6/94)

Alle eingescannten Anzeigen können entweder direkt auf der Flickr Seite oder auch hier auf Kantenflimmern in verschiedenen Größen angesehen werden. Alles ist nach Jahreszahl, in welchem Magazin es erschienen ist und welche Firma wirbt, sortiert.

Und obwohl ich mittlerweile einiges an Lebenszeit mit dem durchblättern alter Magazine verbracht habe, wird der Stapel einfach nicht kleiner. Mir scheint, die Vergangenheit wird immer größer, je älter ich werde. Seltsames Leben.

Die große Werbesause: Zurück in die Neunziger

Dezember 3rd, 2008 by Schaedel

Ich weiß auch nicht, was ich an so Werbeanzeigen aus ollen Videospielmagazinen finde. Angenehm nostalgisches Rauschen vermischt mit Freude an platten Verkaufssolgans vielleicht, keine Ahnung.
Auf alle Fälle gibt es jetzt, hier und heute die kulturell total wichtige (und weltweit bestimmt größte) Sammlung von Werbeanzeigen aus deutschen Videospielmagazinen der Neunziger. Exklusiv und nur bei Kantenflimmern sozusagen.

Game Genie (Total! 11/93) Booster Boy (Total! 11/93) Mindscape (Diverses) (Total! 11/93) Super Advantage (Total! 11/93) Pop´n TwinBee (Total! 11/93) Smuggler's Run 2 (Players 12/2001) Tony Hawk's Pro Skater 3 (Players 12/2001) Mx2002 (Players 12/2001) MxRider (Players 12/2001) Lucas Arts (Diverse) (PC Player 3/93) Ultima Underworld 2 (PC Player 3/93) Creepers (PC Player 3/93) Humans (PC Player 3/93) Eishockey-Manager (PC Player 3/93) Dune 2 - Battle for Arrakis (PC Player 3/93) Wario Blast (Man!ac 2/95) Pitfall - The Mayan Adventure (Man!ac 2/95) Nigel Mansell's World Championship Racing (Man!ac 2/95) Earthworm Jim (Man!ac 2/95) Probotector (Man!ac 2/95) Tetris & Dr Mario (Man!ac 2/95) Hugo (Video Games 12/94) Action Replay MK 2 (Video Games 12/94) Game Saver (Video Games (12/94) Vortex (Video Games (12/94) Sony (Diverse Sportspiele) 2 (Video Games 12/94) Sony (Diverse Sportspiele) (Video Games 12/94) Mickey Mania (Video Games 12/94) Sega (Diverses) (Video Games 12/94) Space Invaders (Video Games 12/94) Super Street Fighter 2 (Video Games 12/94) Action Replay 2 (Video Games 9/94) Maximum Carnage (Video Games 9/94) Mortal Kombat 2 (Video Games 9/94) Konami (Diverse Sportspiele) (Video Games 5/94) Zool (Video Games 5/94) Plok (Video Games 5/94) Pac Man (Video Games 7/94) Mega Man X (Video Games 6/94) Super Mario Land 3 - Wario Land (Video Games 6/94)

Weiterer sinnloser aber lustiger Kram: Das komplette Fotoalbum mit über 50 100 Scans in verschiedenen Größen direkt auf Flickr oder hier auf Kantenflimmern (Tagcloud) durchklicken. Eine dufte Slideshow und einen RSS Feed für das Fotoalbum mit alten Werbeanzeigen gibts natürlich auch (Neue Scans kommen immer mal wieder dazu).

Werbung von früher: A320 Airbus (PC, 1993)

November 26th, 2008 by Schaedel

Stellt euch vor, es ist das Jahr 1993. Ihr blättert in einer Ausgabe der Play Time (9/93) und stoßt auf Seite 17 auf folgende Anzeige. Was macht ihr? Richtig, einfach weiterblättern! Denn die Anzeige für den Flugsimulator A320 Airbus ist weder sonderlich kreativ, noch gibt sie großartig Auskunft darüber, was den potentiellen Kunden im Spiel erwartet. Seht selbst:

Damals konnte konnten die Menschen von der zuständigen Werbeagentur natürlich nicht wissen, dass es Jahre später aufgrund einer Horde durchgeknallter Terroristen quasi ein Tabu ist, ein Flugzeug im Tiefflug über einer Skyline zu zeigen. Speziell New York und noch spezieller mit dem World Trade Center im Hintergrund.
Die Tagline “On final approach to the United States” und der Hinweis auf die “Edition USA”, ist dann quasi so etwas wie die prophetische Schokoglasur auf einer plötzlich bedeutungsschwangeren Werbebotschaft. Von dem durch die Wolken brechenden Licht, aus dem scheinbar jeden Moment 72 Jungfrauen platzen, fang ich erst gar nicht an, sonst schlagen hier noch irgendwelche 9/11 Verschwöhrungstheoretiker auf.

Weitere Scans alter Werbebotschaften aus Videospielmagazinen findet ihr in diesem Fotoset auf Flickr und hier im Blog.

The Takeaway Last Great Console

September 15th, 2008 by Don Rosa

“Die Geschichte des Game Boy zeigt, dass die Leute gern verschiedene Versionen eines portablen Spielsystems desselben Herstellers besitzen. Sie schätzen es, dass sie zwischen so vielen Varianten wählen können, abhängig davon wann und wo sie spielen. Einige wollen vielleicht zu Hause lieber SP spielen, während sie den Micro mit sich herumtragen, um auf Reisen dasselbe Spiel weiterzuzocken. Wir hoffen, dass die Leute in verschiedenen Alltagssituationen auf verschiedene GBA-Systeme zurückgreifen werden.“

- Kenichi Sugino [Edge Magazin (deutsche Ausgabe), 12-2005, S. 62]

Ob der Chef-Produktentwickler von Nintendo das ernst gemeint hat? Wahrscheinlich schon, anders kann man die Entstehung des Game Boy micro zumindest kaum erklären. Der Game Boy Advance verkaufte sich zwar schon Abermillionen Mal; aber gegen Ende 2005, als mit dem Game Boy micro die siebte und letzte Generation des Erfolgshandhelds auf den Markt kam, wanderte sein schon im Jahr zuvor erschienener Nachfolger im Geiste millionenfach über die Ladentheken. In dem Monat, in dem der Game Boy micro in Japan erschien, begleitet von einer schicken Final Fantasy IV-Sonderedition, verkauften sich auch immerhin 200′000 Exemplare des Geräts. Aber im selben Monat wurden 240′000 Nintendo DS abgesetzt.

uh-oh...

Es wurde auch nicht viel besser, als der micro weltweit veröffentlicht wurde. Wären zum Weihnachtsgeschäft des Folgejahres nicht ein paar sure-fire hits Kaliber Pokemon und Final Fantasy veröffentlicht worden, hätte der Kleine nicht mal seinen ersten Geburtstag überlebt. So wurden es knapp 18 Monate, die man wahlweise als Ehrenrunde einer altgedienten Konsolenreihe deuten kann – oder aber als Symptome, wie grundlegend Nintendo Teile des Marktes missverstand; diejenigen, die man erreichen wollte, aber nicht konnte, und umgekehrt.

Da der Konzern aber mit Wii und DS die quasi zwangszuerstehenden Volksempfänger des 21. Jahrhunderts im Programm hat, scherte er sich nicht darum. Der household name Game Boy (na, wessen PSP wird nicht auch so genannt von Mama und Papa?), durch dessen konstanten Erfolg Nintendo überhaupt erst groß werden konnte, siechte in den Grabbelkisten der Welt seinem unrühmlichen Ende entgegen.

Es gab eigentlich auch keine wirklich überzeugenden Argumente, einen micro zu kaufen. Der Game Boy Advance konnte mit GBA-, GBC- und GB-Modulen gefüttert werden, ebenso der Game Boy Advance SP; auf ihm konnte man die Spiele darüber hinaus auch auf dem Display erkennen. Der micro aber konnte nur GBA-Spiele, und das wiederum konnte der Nintendo DS – quasi als Gimmick – auch.

Beide Geräte wollten neue Märkte bedienen; der DS hatte den Vorteil, dass sein Markt in realiter existierte, und Kenichi Sugino wohl der einzige Mensch auf der Welt ist, der einen GBm für die U-Bahn hat, einen GBA für den Lokus, und einen GBA SP für die wilden Nachtstunden. So bleiben unter dem Strich 2,5 Millionen verkaufte Einheiten des Game Boy micro. Eine halbe Million weniger als der N-Gage.

Schade nur, dass der micro als Stammhalter der Last Great Console wohl der beste Handheld ist, den Nintendo – anscheinend komplett im Blindflug - jemals produziert hat.

Die Advance-Plattform transplantierte das 2D-Gaming der SNES-Ära aus der kollektiven Kindheit noch ein letztes Mal in die Moderne. Klar konnte man auch Post-Y2K noch den Super Nintendo an den Fernseher anstöpseln, aber er gehörte einfach nicht mehr in diese Zeit. (Die Virtual Console auf der Wii ist eher ein museales Skurrilitätenkabinett für die jüngere Generation…) Fehlt nicht viel zur langsam ergrauenden Generation über uns, die auf der Suche nach der eigenen Jugend olle Kamellen ausgräbt und dabei gar nicht merkt, wie lächerlich sie sich dabei manchmal macht.

Aber auf dem GBA fühlte sich die Art von Spielen absolut richtig an, und man durfte 2003 legitimerweise noch 1993 sein lassen. Super Mario World: Modul einmal durchgepustet, dann gleich zum gelben Schalterpalast, durch die ersten Welten pflügen, das erste Schloss… die Handgriffe saßen wie damals. Viele SNES-Legenden wurden für die Advance-Handhelds portiert oder bekamen Nachfolger.

So ganz ohne eskapistische Verklärung oder hoffnungslose Nostalgie konnte man sich die eigene Kindheit in die Tasche stecken und mitnehmen. Noch besser: auch die Neuentwicklungen waren großartig. Wären Golden Sun, Advance Wars oder Castlevania: Harmony of Dissonance in den 90ern erschienen, hätten ihre Namen heute dieselbe Aura wie Chrono Trigger oder F-Zero.

Mit dem sehr soliden GBA SP, spätestens aber mit dem raffinierten micro wurde die technische Plattform perfektioniert. Sogar das Display konnte man schrumpfen, ohne dass es wirklich stört, so scharf und hell und brillant leuchtet es. Wertig fühlt sich das Metallgehäuse an, präzise gehen die Tasten, in der Hand liegt der micro gut. Sein Akku hält ewig und drei Tage.

Er ist die perfekt verschlankte, auf ihre Aufgaben maßgeschneiderte 2D-Maschine und ein Handheld, der on the go funktioniert wie kein anderer. Die modernen Handhelds der 2000er Jahre haben den sprühenden Charme klinisch steriler zahnärztlicher Instrumente oder sind unterwegs so praktisch zu handhaben wie ein Kind mit ADHS.

Der Game Boy micro hingegen: er passt. Er hat alles, was man für einen Handheld braucht, die Technik, die Größe und die Spiele; aber keiner braucht mehr einen micro. Der Advance-Markt ist mittlerweile so tot wie Thomas Gottschalk, und 2005 war er es im Grunde genommen auch, hätte Nintendo die Herz-Lungen-Maschine Pokemon nicht noch nicht abklemmen wollen.

(Die GBA-Zeit davor war eine Art kleine Renaissance des unkomplizierten SNES-2D. Spielen durfte noch einmal ganz einfach sein und keine von Blogs zeranalysierte, mit Metaphern und popkulturellen Referenzen überlagerte, durchprofessionalisierte Schreibvorlage für die zynische Hardcore-Gemeinde im Internet, oder eine möglichst effiziente Abfütterungsinstitution und Meterware für die zu unterhaltenden casual gamer-Horden. Es musste nichts weiter, als eine halbe Stunde auf einem Provinzbahnhof überbrücken, und nicht über Steuerungsinnovationen neue Käuferschichten angraben oder als Vehikel für die drückende technische Überlegenheit fungieren.)

Ich spiele keine Konsole so oft wie den micro, und da ich noch lange nicht alle Spiele auf meiner Liste besorgt habe, werde ich das auch noch lange machen. Nur, mittlerweile ist das auch nichts mehr als nostalgisches Wühlen in der Vergangenheit, über das man längere, verquastete Blog-Einträge tippt und mit grundsätzlichen Bedeutungen belegt, die es früher nicht hatte. Ein bisschen macht man sich lächerlich, und es ist ja nicht so, als ob man nicht schon die ersten grauen Haare aus dem Bart zupfen musste… schade drum. ‘t was fun while it lasted.

(gut erhaltene Exemplare des micro gibt es bei eBay für rund 30 Ecus; Bildquelle)

Karriereknick 2: Hartz 4 is not an Option

August 20th, 2008 by Schaedel

Eine ganze Weile ist es mittlerweile her, dass wir hier gescheiterte Videospielehelden aus der Gruft gezerrt und einen Blick auf ihr Wirken und Scheitern geworfen haben. Heute gibt es wieder eine Ladung “frischer” Versager. Im Gegensatz zum letzten mal, sind heute aber nicht nur Ex-Helden dabei, um die es irgendwie schade ist, sondern auch Kandidaten, deren Kurzlebigkeit (zumindest im Nachhinein betrachtet) aufgrund beschissener Spiele oder/oder Unkreativität der vermeintlich kreativen nur Folgerichtig war: Zool, Mr. Nutz und Bubsy. Als Beispiel, dass auch Helden richtig guter Spiele nicht immer den Ruhm erhalten, den sie verdienen, muss Firebrand (aus der Ghosts´n Goblins Reihe) herhalten.

Zool

Zur Person: Auch wenn es auf den ersten Blick komisch erscheint, Zool soll angeblich ein Ninja sein. Und zwar einer aus der “Nth dimension”. Wo die ist und was er vorher beruflich gemacht hat, bleibt leider im Verborgenen. Er landet aber aus irgendeinem Grund auf der Erde (laut Wikipedia) und muss sich dann (Remember: auf der Erde) durch diverse Level kämpfen, in denen riesige CDs, Lutscher und Bauklötze rumstehen. Mh… Wieso er zum Helden wurde: Weil Entwickler Gremlin und Commodore dringend ein Maskottchen in Konkurrenz zu Sonic und Mario wollten und brauchten. Also wurde Zool nicht nur als das superheftig coolste Jump´n Run des Jahres beworben, nein, Zool war sogar eine Weile dem Amiga 1200 beigelegt, was sicherstellen sollte, dass möglichst viele Menschen Zool besitzen. Denn das ist der Grundpfeiler eines jeden gestandenen Videospielmaskottchens: Man muss Hauptdarsteller in einem massenweise verkauften Spiel sein. Der Karriereknick: Spiele, die mitte der Neunziger Computer oder Konsolen von Commodore beigelegt waren, hatten kaum eine Chance massenweise verkauft zu werden. Und ganz allgemein hatte Zool das Pech, in einer Phase die Welt der Videospiele zu betreten, als Nintendo und Sega unumstrittene Herrscher waren. Folgerichtig wurde Zool kurze Zeit später für Mega-Drive und Super-Nintendo veröffentlicht. Klar, dass das aber kaum jemanden interessiert hat. Warum sollte man sich mit einem netten aber offensichtlich aus bekannten Elementen (Sonic und jedes beliebige Jump´n Run plus etwas Geballere) zusammengeklautem Gehüpfe abgeben, wenn man auf den Nintendo und Sega Kisten geile Plattformer in rauhen Mengen existieren? Zool war überflüssig und ausserdem ein britisches Spiel - keiner wollte es! Was er heute macht: Nichts! Wie schon erwähnt, war Zool ein langweiliges Spiel mit einem langweiligen Hauptdarsteller, das nur kurzzeitig bekannt wurde, weil gewisse Hersteller dringend ein Maskottchen wollten/brauchten. Ausserdem ist es ein britisches Spiel. Hauptdarsteller aus britischen Spielen erhalten zurecht keine Gastrollen in aktuellen Titeln! Zool ist Tot! Aus besseren Tagen: Hier kann man zusehen, wie ein gewisser RickyC (bestimmt ein Brite) Zool komplett durchspielt.
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Fremdschäm

Juni 23rd, 2008 by jetsetradio

Ohne Worte.

Eigentlich sollte man so viel Dummheit, Inkompetenz und Schwachsinn beiderseits einfach nur ignorieren… aber vielleicht habens ja ein paar noch nicht mitgekriegt.

Karriereknick: Videospielehelden von früher und was sie heute machen

Dezember 5th, 2007 by Schaedel

Master Chief, Ratchet & Clank, Kratos und Ryu Hayabusa haben eines gemeinsam: Sie sind die Covergirls der Videospielszene. Die Spitze des Eisberges, wenn wir von Stars für unsere Konsolen sprechen. Wenn der Master Chief pupst, kauft sogar mein Nachbar das dazugehörige Spiel “Halo 4 - Fart Wars”. Und das, obwohl er in Vietnam beide Arme und seinen Geruchssinn verloren hat!
Kurz: Die obengenannten Helden stehen voll im Saft, verkaufen wie wild Spiele mit ihren Visagen darauf und befinden sich im Zenit ihrer Popularität.
Doch was ist, wenn alle Götter besiegt und die Kriege gewonnen sind? Die Karriere eines Videospielhelden kann schneller wieder vorbei sein, als man denkt und nicht alle Helden schaffen es, ihre Prominenz zu konservieren. Negativbeispiele gibt es genügend. Werft gemeinsam mit Kantenflimmern einen Blick auf ein paar gescheiterte Existenzen der Videospielbranche.

Sparkster (Rocket Knight Adventures)
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Als 1993 Rocket Knight Adventures mit Sparkster in der Hauptrolle für das Mega-Drive von Sega erschien, standen alle Zeichen auf Sieg: Konami entwickelt -endlich- auch Spiele für Sega, neben rka.gifMario und Sonic existierten kaum Pixelhelden mit Maskottchenqualitäten und ganz nebenbei war und ist Rocket Knight Adventures eines der besten Jump´n Runs der 16Bit Zeit. Sparkster sprang, schoss, flog und hangelte sich durch abwechslungsreiche Welten und tötete quasi im Vorbeigehen mehr Schweine als in eine Jahresproduktion Deutschländerwürstchen passen. Zur Person: Sparkster ist laut Konamiwerbung ein “schwimmfliegrennspringstarkes” Opossum aus dem Königreich Zebulos. Bewaffnet ist er mit einem Schwert, das Energiestrahlen verschießen kann. Wenn man den Schwertknopf ala Zelda länger gedrückt hält, sammelt Sparkster Energie und kann damit höher hüpfen oder eine besonders starke Wirbelattacke starten. Wieso er zum Helden wurde: Sparkster reiht sich ein in die lange Riege der Prinzessinenretter. Die Prinzessin vom Königreich Zebulos wurde nämlich von einem Schwein entführt. Ob das Schwein die Prinzessin heiß fand oder ob er damit Lösegeld erpressen wollte, kann ich leider nicht mehr genau sagen. Auf alle Fälle hat Sparkster sie gerettet und sich so seine 15 Minuten Ruhm abgeholt.rka2.gif
Der Karriereknick: Nach einem großartigen ersten Teil erwartete Sparkster eine ebenso großartige Karriere als Konami-Maskottchen und Jump´n Run Superstar. Dachte wohl auch Konami. Und so wurde Sparkster nicht nur zum Hauptdarsteller, sondern auch zum Namensgeber der beiden nachfolgenden Spiele. “Sparkster” kratzt allerdings zu keinem Zeitpunkt qualitativ am Original. Es wirkt eher wie eine lahme Coverversion. Zockern weltweit scheint das nicht verborgen geblieben zu sein und sie straften “Sparkster” mit Nichtbeachtung. Das Ende vom Lied: Konami war sein Maskottchen los und Sparkster seinen Job. Was er heute macht: Nicht viel. Neben einer Gastrolle bei “New International Track & Field“, hat es Sparkster nur noch zu ein paar gut versteckten Auftritten in “Goemon 2″ und “Contra Shattered Soilder” gebracht.
Aus besseren Tagen: Auf Youtube finden sich diverse Videos von Speedruns, die einen kleinen Einblick in das Original Rocket Knight Adventures bieten. Und hier noch ein viel zu nettes Review von Sparkster in der Maniac.

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Werbung des Tages: Game Genie (NES-Cheatmodul, 1992)

Oktober 25th, 2007 by Schaedel

Codemasters? Das sind doch die, die Colin McRae Rally machen!
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Groß

Auch! Doch heute soll es nur um den Game Genie gehen, ein Cheatmodul, das die 16bit-Zeit nicht überstanden hat. Im Gegensatz zu anderen.
An der Werbung kann das Ende vom Game Genie aber wahrlich nicht gelegen haben. Alles drin was anspricht: Blitze, “Extrapower”, ein pixeliger Superheld mit einer Packung in Händen, auf der er selbst abgebildet ist, ewiges Leben;
Im “Kleingedruckten”: über 80 der “bekanntesten” Spiele werden unterstützt. Wow!
Gekauft hab ich so ein Schummelmodul trotzdem nie.

Gefunden in der Video Games 7/92

Werbung des Tages: Young Merlin (SNES, 1994)

Oktober 24th, 2007 by Schaedel

Heute: Ein Werbemotiv, von dem angehende Magier noch was lernen können.

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Groß

Was kann man davon lernen? Nun, zum Beispiel, dass Zauberstäbe auch Seifenblasen erzeugen. Und dass über Augenklappen die Haare doppelt schlimm wuchern.
Auch nicht schlecht: Der Merlin aus dem Spiel und der aus der Werbung haben soviel Ähnlichkeit wie James Pond mit einem Glas Sauerkrautsaft.
Ansonsten wäre Young Merlin aber ein Kandidat für die Virtual Console. Die Musik der Oberwelt hab ich heute noch im Ohr und auch sonst ist mir das Spiel als sehr spaßig in Erinnerung geblieben.

Gefunden in der Maniac 7/94

Werbung des Tages: Megarace (Mega-CD, 1994)

Oktober 23rd, 2007 by Schaedel

Am heutigen 23.10.2007 ein seltenes Getier: Megarace für das Mega-CD, ein hoffnungslos geflopptes Spiel auf einer hoffnungslos gefloppten Konsole. Na wunderbar!

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Groß

Man beachte bitte den Slogan am linken Rand: “The ride of your life or death.” Das erinnert mich ungut dran, dass ich gleich zum Bus muss…

Der Entwickler des Spiels war übrigens noch für so Perlen wie “Mario is Missing”, “Mario´s Time-Machine” und “Mario’s Early Years: Fun With Letters” verantwortlich. Da ist es nur konsequent, dass Software Toolworks mittlerweile ausschließlich Lernsoftware herstellt.

Gefunden in der Maniac 10/94